Nein zum Krieg in der Ukraine!

No war in Ukraine!

Kein Krieg in der Ukraine! Kein Krieg irgendwo!

Wir verurteilen den umfassenden militärischen Einmarsch Russlands in die Ukraine auf das Schärfste. Wir bringen unsere Solidarität mit den Ukrainer*innen zum Ausdruck. Insbesondere bringen wir unsere Solidarität mit und Unterstützung für Friedensbewegungen und Friedensaktivist*innen in der Ukraine, in Russland und weltweit zum Ausdruck, die sich dem Krieg widersetzen. 


Keine Gebühren für Geflüchtete

Mittlerweile leben viele Menschen in Deutschland, die aus der Ukraine oder aus Russland geflüchtet sind. Auch wenn sie zurzeit ganz andere Sorgen haben und ihnen vielleicht nicht nach Urlaub zumute ist, haben gerade junge Menschen den Wunsch, das Land besser kennenzulernen. Ein Workcamp in Deutschland ist eine gute Gelegenheit zu reisen, neue Menschen kennenzulernen und einen anderen Einblick in das Leben hier zu bekommen. Das wollen wir unterstützen! Deshalb erheben wir von Menschen, die aus der Ukraine, aus Russland oder aus anderen Ländern geflüchtet sind, keine Vermittlungsgebühren. Mit dem 9-Euro-Ticket können sie kostengünstig zum Projektort fahren. 


Aufruf von ZeSaBo - Zentrallager Sachspenden Bonn

Aktuell haben Geflüchtete aus der Ukraine immer wieder Bedarf an Kleidung und Hygieneartikeln, die sie bei der Sammelstelle von ZeSaBo (Zentrallager Sachspenden Bonn) kostenlos erhalten können: https://www.zesabo.de/

ZeSaBo kümmert sich um Spendenaufrufe, Spendenannahme, Qualitätsprüfung, Sortierung und Einlagerung von gespendeten Gütern. Allerdings werden die Waren nicht direkt an die Empfänger:innen ausgegeben, sondern müssen von privaten oder institutionellen Besteller:innen abgeholt werden. Mehr Informationen zur Abwicklung von Bestellungen unter folgendem Link: https://www.zesabo.de/ware-abholen.html#Informationen 

Und hier ist Unterstützung gefragt: ZeSaBo suchen nach Freiwilligen, die sich als Besteller:innen bei ZeSaBo registrieren und die Sachen für die Geflüchteten abholen können.

Wichtig dabei ist, dass Besteller:innen schon längere Zeit in Deutschland leben und Deutsch sprechen müssen. Das ist aufgrund von Versicherungsfragen und anderen organisatorischen Details notwendig.

Wer sich vorstellen kann, ZeSaBo und die Geflüchteten hierbei zu unterstützen, schickt bitte eine kurze Rückmeldung per E-Mail (ukraine.hilfe.bonn@gmail.com).



Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Allerweltshaus Köln

Köln-Ehrenfeld am 22.06.2022 um 19 Uhr

Drei Ukrainerinnen, die in den letzten Jahren einen einjährigen Freiwilligendienst in der SCI-Geschäftsstelle in Bonn gemacht haben bzw. machen und zurzeit in Bonn leben,  die Ukraine aus ihrer Sicht berichten. Es wird um ihre Situation, um Aspekte von Geschichte-Kultur-Wirtschaft-Sprachen-Medien in der Ukraine und was der Krieg für ihre Familie und Freund*innen in der Ukraine bedeutet, gehen. Außerdem stellt sich der SCI Deutschland vor und wird seine Arbeit mit der Ukraine und Russland in den vergangenen Jahren kurz erläutern. Die Veranstaltung soll interaktiv sein und Möglichkeiten zum Gespräch bieten.


Online-Austauschserie "Friedensarbeit in Zeiten des Krieges"

Am Mittwoch, 15.06.2022, wird um 19 Uhr das dritte Treffen unserer Online-Austauschserie "Friedensarbeit in Zeiten des Krieges" stattfinden.

Das erste Treffen am 18.05.22 bot für die 17 Teilnehmenden einen Einstieg in die persönliche Reflexion über den Angriffskrieg und unseren Umgang damit, sowie es den Raum für einen intergenerationellen Austausch von Aktiven im deutschen SCI schaffte.

Das zweite Treffen, das am 01.06.22 in englischer Sprache stattfand, bezog auch internationale Perspektiven aus anderen Zweigen und SCI-Partnern mit ein. Dabei waren 25 Teilnehmende aus Deutschland, Katalonien, Polen, Belarus, der Ukraine und Russland.

Bei diesem dritten (und vorerst letzten) Treffen wollen wir gemäß dem Motto "Deeds to follow words" nun aus der Reflektion der ersten beiden Austausche heraus konkretes Handeln initiieren, bzw. bereits existierendes ausbauen. Wir werden dabei Streitpunkte, Herausforderungen, Chancen und Erkenntnisse sowie ggf. Positionierungen des SCI in diesen Zeiten des Krieges festhalten und dementsprechend in Kleingruppen Aktivitäten erörtern. Das Treffen wird via Zoom stattfinden. Es ist für ca. zwei Stunden angesetzt.

Der Link ist https://us02web.zoom.us/j/86458397104 - kein Passwort nötig.

Ihr seid sehr herzlich eingeladen, teilzunehmen - auch wenn ihr nicht bei den ersten zwei Treffen dabei wart.

Bei Fragen oder Anregungen könnt ihr gerne Leo oder Kevin kontaktieren.


Internationale Koordination 

Als erste Reaktion haben wir am 24. Februar gemeinsam mit dem Internationalen SCI eine Stellungnahme verfasst. Diese kannst du hier oder auf den Seiten des SCI International nachlesen. 

Seit den darauf folgenden Tagen finden wir uns mit neuen Herausforderungen konfrontiert:

Gerade hatten wir uns noch im trilateralen deutsch-russisch-ukrainischen Online-Workcamp getroffen, als sich plötzlich die ukrainischen Teilnehmenden nach einer Nacht zurückmelden mussten, die sie als Zuflucht vor Angriffen in der Kyiver Metro verbracht hatten. Einen Tag später schalteten sie sich gar nicht mehr zu, einen weiteren Tag später blieben auch die russischen Freiwilligen dem Online-Workcamp fern.

Bei den internationalen Bildungsprojekten ist plötzlich nicht mehr die Pandemie die größte Herausforderung, sondern die Frage, ob die ukrainischen Teilnehmenden es noch über die Grenzen schaffen und in den Projekten eine erste Zuflucht finden können. Es werden Plätze für ukrainische Teilnehmende geschaffen und professionelle psychologische Unterstützung besorgt. Gleichzeitig können russische Partner*innen, die gern einen Beitrag zur Verständigung und zum Dialog eingebracht hätten, wegen der Sanktionen und dem Währungsverfall ihr Land nicht mehr verlassen. 

Die ukrainischen Langzeit-Freiwilligen in der SCI-D-Geschäftsstelle und bei den Projektpartnern in Deutschland tun unermüdlich alles in ihrer Macht stehende, um Angehörigen und Freund*innen zuhause beizustehen. 

Unsere Projektpartner aus der Ukraine befanden und befinden sich plötzlich auf der Flucht, heben selbst Schützengräben aus und unterstützen das Militär in den belagerten Städten, oder organisieren dringend benötigte Nothilfen und Spenden. Wir sind schockiert über diese Wendungen, sorgen uns um alle, von denen wir auch nur wenige Tage lang nichts gehört haben, und sind erleichtert über jede*n, die wir in Sicherheit wissen. 

Die gemeinsame Arbeit ist zum vollständigen Erliegen gekommen. Unserer Friedensarbeit stellen sich neue Fragen. Die Förderung für Projekte mit Russland wurde bis auf weiteres eingestellt. 

Wir sehen unsere Aufgabe darin, Brücken zu bauen und den Dialog zu fördern, sobald dies wieder möglich ist.


Akute Hilfen

Für Hilfe in der jetzt akuten Krisensituation möchten wir dich bitten, dich an die lokalen oder auch nationalen zentralen Stellen zu wenden. Wir selbst haben nicht die Kapazitäten, praktische Sofort-Hilfe zu koordinieren.

Es gibt auch zahlreiche lokale Initiativen und Netzwerke, denen du dich anschließen kannst. Wichtig ist, vor allem mit Sachspenden aufgrund der potentiellen negativen Folgen für die Umwelt bedacht umzugehen.

Auf den sozialen Medien unter #standwithukraine findest du zahlreiche Infos, und unter @sci_germany (Instagram) oder @sci.germany (Facebook) posten wir immer wieder aktuelle Solidaritäts-Infos. 


Offener Brief an die Bundesregierung 

Am 04. März haben SCI-Aktive u.a. in Reaktion auf das 100 Mrd. Euro-Rüstungspaket der Bundesregierung einen offenen Brief an das Sicherheitskabinett der Bundesregierung verfasst. Zentrale Forderungen darin sind 

  • die Mittel für humanitäre Hilfe für die Ukraine unverzüglich zu erhöhen und sicher zu stellen, dass diese schnell und unbürokratisch dort ankommt, wo sie dringend zum Schutz der Menschen und zum Wiederaufbau gebraucht wird;
  • die Aufnahme von Kriegsdienstverweigernden und die angekündigte unkomplizierte Möglichkeit zu Einreise und Aufenthalt von ukrainischen Geflüchteten;
  • dass europäische Länder und auch Deutschland alles dafür tun, allen Menschen, die nun Schutz vor Krieg suchen, sichere Passage und Aufenthalt zu gewähren;
  • dass die Bahnunternehmen und die Deutsche Bahn die kostenfreie Beförderung von Polen nach Deutschland nicht nur den Geflüchteten mit ukrainischem Pass, sondern allen aus dem Kriegsgebiet fliehenden Menschen gewährt;
  • alle friedlichen Optionen zur Beendigung der Kriegshandlungen und der Invasion auszuschöpfen;
  • die zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit mit Friedensorganisationen in Russland zu fördern und deren Proteste gegen den Krieg zu unterstützen;
  • die vielen zivilen Initiativen in der Ukraine und in der EU zur Unterstützung der von dieser sinnlosen Gewalt betroffenen Menschen größtmöglich zu unterstützen;
  • die Arbeit friedlicher und ziviler Verständigungsbewegungen nachhaltig und unbürokratisch finanziell zu unterstützen.

Den offenen Brief kannst du hier einsehen. 


Bedanken möchten wir uns bei allen SCI-Aktiven für die bereits zahlreich eingegangenen Unterstützungsangebote und die große Solidarität!

Wir freuen uns über weitere Initiativen, die helfen, Menschen mit Kriegserfahrungen zu entlasten und den Einsatz für den Frieden fortzuführen.

Deine Ideen und Anregungen kannst du an ukraine-support@sci-d.de senden. 

 

Amitiés,

SCI-D Vorstand und Geschäftsstelle