Nein zum Krieg in der Ukraine!

No war in Ukraine!

Kein Krieg in der Ukraine! Kein Krieg irgendwo!

Wir verurteilen den umfassenden militärischen Einmarsch Russlands in die Ukraine auf das Schärfste. Wir bringen unsere Solidarität mit den Ukrainer*innen zum Ausdruck. Insbesondere bringen wir unsere Solidarität mit und Unterstützung für Friedensbewegungen und Friedensaktivist*innen in der Ukraine, in Russland und weltweit zum Ausdruck, die sich dem Krieg widersetzen. 

Internationale Koordination 

Als erste Reaktion haben wir am 24. Februar gemeinsam mit dem Internationalen SCI eine Stellungnahme verfasst. Diese kannst du hier oder auf den Seiten des SCI International nachlesen. 

Seit den darauf folgenden Tagen finden wir uns mit neuen Herausforderungen konfrontiert:

Gerade hatten wir uns noch im trilateralen deutsch-russisch-ukrainischen Online-Workcamp getroffen, als sich plötzlich die ukrainischen Teilnehmenden nach einer Nacht zurückmelden mussten, die sie als Zuflucht vor Angriffen in der Kyiver Metro verbracht hatten. Einen Tag später schalteten sie sich gar nicht mehr zu, einen weiteren Tag später blieben auch die russischen Freiwilligen dem Online-Workcamp fern.

Bei den internationalen Bildungsprojekten ist plötzlich nicht mehr die Pandemie die größte Herausforderung, sondern die Frage, ob die ukrainischen Teilnehmenden es noch über die Grenzen schaffen und in den Projekten eine erste Zuflucht finden können. Es werden Plätze für ukrainische Teilnehmende geschaffen und professionelle psychologische Unterstützung besorgt. Gleichzeitig können russische Partner*innen, die gern einen Beitrag zur Verständigung und zum Dialog eingebracht hätten, wegen der Sanktionen und dem Währungsverfall ihr Land nicht mehr verlassen. 

Die ukrainischen Langzeit-Freiwilligen in der SCI-D-Geschäftsstelle und bei den Projektpartnern in Deutschland tun unermüdlich alles in ihrer Macht stehende, um Angehörigen und Freund*innen zuhause beizustehen. 

Unsere Projektpartner aus der Ukraine befanden und befinden sich plötzlich auf der Flucht, heben selbst Schützengräben aus und unterstützen das Militär in den belagerten Städten, oder organisieren dringend benötigte Nothilfen und Spenden. Wir sind schockiert über diese Wendungen, sorgen uns um alle, von denen wir auch nur wenige Tage lang nichts gehört haben, und sind erleichtert über jede*n, die wir in Sicherheit wissen. 

Die gemeinsame Arbeit ist zum vollständigen Erliegen gekommen. Unserer Friedensarbeit stellen sich neue Fragen. Die Förderung für Projekte mit Russland wurde bis auf weiteres eingestellt. 

Wir sehen unsere Aufgabe darin, Brücken zu bauen und den Dialog zu fördern, sobald dies wieder möglich ist.

Akute Hilfen

Für Hilfe in der jetzt akuten Krisensituation möchten wir dich bitten, dich an die lokalen oder auch nationalen zentralen Stellen zu wenden. Wir selbst haben nicht die Kapazitäten, praktische Sofort-Hilfe zu koordinieren.

Es gibt auch zahlreiche lokale Initiativen und Netzwerke, denen du dich anschließen kannst. Wichtig ist, vor allem mit Sachspenden aufgrund der potentiellen negativen Folgen für die Umwelt bedacht umzugehen.

Auf den sozialen Medien unter #standwithukraine findest du zahlreiche Infos, und unter @sci_germany (Instagram) oder @sci.germany (Facebook) posten wir immer wieder aktuelle Solidaritäts-Infos. 

Offener Brief an die Bundesregierung 

Am 04. März haben SCI-Aktive u.a. in Reaktion auf das 100 Mrd. Euro-Rüstungspaket der Bundesregierung einen offenen Brief an das Sicherheitskabinett der Bundesregierung verfasst. Zentrale Forderungen darin sind 

  • die Mittel für humanitäre Hilfe für die Ukraine unverzüglich zu erhöhen und sicher zu stellen, dass diese schnell und unbürokratisch dort ankommt, wo sie dringend zum Schutz der Menschen und zum Wiederaufbau gebraucht wird;
  • die Aufnahme von Kriegsdienstverweigernden und die angekündigte unkomplizierte Möglichkeit zu Einreise und Aufenthalt von ukrainischen Geflüchteten;
  • dass europäische Länder und auch Deutschland alles dafür tun, allen Menschen, die nun Schutz vor Krieg suchen, sichere Passage und Aufenthalt zu gewähren;
  • dass die Bahnunternehmen und die Deutsche Bahn die kostenfreie Beförderung von Polen nach Deutschland nicht nur den Geflüchteten mit ukrainischem Pass, sondern allen aus dem Kriegsgebiet fliehenden Menschen gewährt;
  • alle friedlichen Optionen zur Beendigung der Kriegshandlungen und der Invasion auszuschöpfen;
  • die zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit mit Friedensorganisationen in Russland zu fördern und deren Proteste gegen den Krieg zu unterstützen;
  • die vielen zivilen Initiativen in der Ukraine und in der EU zur Unterstützung der von dieser sinnlosen Gewalt betroffenen Menschen größtmöglich zu unterstützen;
  • die Arbeit friedlicher und ziviler Verständigungsbewegungen nachhaltig und unbürokratisch finanziell zu unterstützen.

Den offenen Brief kannst du hier einsehen. 

 

Bedanken möchten wir uns bei allen SCI-Aktiven für die bereits zahlreich eingegangenen Unterstützungsangebote und die große Solidarität!

Wir freuen uns über weitere Initiativen, die helfen, Menschen mit Kriegserfahrungen zu entlasten und den Einsatz für den Frieden fortzuführen.

Deine Ideen und Anregungen kannst du an ukraine-support@sci-d.de senden. 

 

Amitiés,

SCI-D Vorstand und Geschäftsstelle